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		<title>Buendnis fuer Politik- und Meinungsfreiheit</title>
		<link>http://www.pm-buendnis.de/</link>
		<description>Aktuelles vom Buendnis fuer Politik- und Meinungsfreiheit</description>
		<language>de</language>
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			<title>Buendnis fuer Politik- und Meinungsfreiheit</title>
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			<description>Aktuelles vom Buendnis fuer Politik- und Meinungsfreiheit</description>
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		<lastBuildDate>Sat, 30 Oct 2010 00:00:00 +0200</lastBuildDate>
		
		
		<item>
			<title>IN EIGENER SACHE</title>
			<link>http://www.pm-buendnis.de/nc/de/aktuelles/nachricht/ansicht/in-eigener-sache/</link>
			<description>Aktivitäten des Bündnisses</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Interessierte!</p>
<p>In den letzten Wochen und Monaten hat sich in den Arbeitsfeldern des bündnis für politik- und meinungsfreiheit (bpm) einiges getan – doch leider sind die Aktiven nicht mehr geworden bzw. nach z.T. langjähriger Aktivität ausgeschieden. Wir möchten euch an dieser Stelle für eure geleistete  Arbeit danken!</p>
<p>Auf seiner letzten Vollversammlung im Mai 2010 hat die Vollversammlung, das höchste beschlussfassende Gremium des Bündnisses, beschlossen das bpm <i>vorerst </i>in eine Art Ruhezustand zu überführen. In dieser Zeit versuchen wir die Homepage so gut es geht aktuell zu halten, jedoch finden aktuell keine Vernetzungs- bzw. Arbeitstreffen statt.  </p>
<p>Dies sollte euch allerdings nicht davor abschrecken für / im bpm aktiv zu werden!  </p>
<p>Wenn ihr Fragen zum Bündnis, seiner Arbeit habt, dann schickt uns einfach eine <a href="de/kontakt/#c152" title="Opens internal link in current window" class="internal-link" >eMail</a>! Wir freuen uns auf neue engagierte Gesichter und Menschen die ihre Schwerpunkte in der Breite des bpm selbst setzten!</p>
<p>Mit solidarischen Grüßen</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
			<category>Bündnis</category>
			
			
			<pubDate>Sat, 30 Oct 2010 00:00:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Tagung: Subversive Aktion als emanzipatorische Praxis?</title>
			<link>http://www.pm-buendnis.de/nc/de/aktuelles/nachricht/ansicht/tagung-subversive-aktion-als-emanzipatorische-praxis/</link>
			<description>call for paper - Einsendeschluss 1.11.2010</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den letzten Jahren ist als Trend zu verzeichnen, dass linke Gruppen und Bewegungen vermehrt subversive Aktionsformen oder Kommunikationsguerilla-Methoden für ihre politischen Interventionen nutzen. Sie knüpfen dabei an Aktionen an, die in den 60er/70er Jahren, aber auch schon früher, eher am Rande von revolutionären und anderen Protestbewegungen entwickelt wurden (z.B. durch die Situationistische Internationale, die Gruppe Spur, Subversive Aktion, Youth International Party). Diese Form der Praxis resultierte auch aus einer Unzufriedenheit mit traditionellen auf Massenmobilisierung zielenden Aktivitäten und der Unflexibilität großer Organisationen, geht meist von kleinen, wenig organisierten Gruppen aus und hat zum Ziel, die öffentliche Kommunikation zu stören und/oder durch eine subversive Nutzung etablierter Kommunikationsformen marginalisierte Inhalte in den öffentlichen Diskurs zu bringen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Im Gegensatz zu diesem Trend gibt es relativ wenig theoretische Reflexionen, die die neuen Aktionsformen und ihre Attraktivität aus einer historischen, gesellschaftstheoretischen und sozialpsychologischen Perspektive in den Blick nehmen (erste Ansätze dazu gibt es z.B. in Büchern wie &quot;Handbuch für Kommunikationsguerilla&quot; oder &quot;SUBversionen&quot;, ansonsten bleiben Publikationen zum Thema meist beschreibend). Um die politischen Potentiale, aber auch Schwächen dieser Interventionsformen genauer zu bestimmen, halten wir eine solche kollektive Theoriearbeit für notwendig – gerade angesichts der fehlenden Beständigkeit und der Vereinzelung der politischen Gruppen, die eine Tradierung der Erfahrungen und Reflexionen erschwert.  </p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Grundsätzlich wäre danach zu fragen, in welcher historischen Situation sich diese Aktionsformen herausbildeten und -bilden, d.h. auf welche gesellschaftlichen Erfahrungen und Veränderungen damit reagiert wird.  Vor diesem Hintergrund ginge es dann um eine Analyse der Funktionsweise dieser Aktionen und eine Einschätzung ihres politischen Werts für eine emanzipatorische Praxis. Welche Ziele verfolgen die politisch intendierten Aktionen (Sabotage, Irritation, Aufklärung, Aufbrechen verhärteter Strukturen, Agitation…)? Was macht die Attraktivität dieser Formen aus, welche psychischen Funktionen haben sie für alle Beteiligten von den InitiatorInnen bis zu den AdressatInnen, welche Hoffnungen knüpfen sich an sie? Welches Verhältnis haben sie zur medialen Öffentlichkeit, ist diese Zielscheibe, Medium oder im Gegenteil das Organ, welches die Aktion zum Spektakel macht? Gerade angesichts der Tatsache, dass mittlerweile nicht nur die Werbeindustrie, sondern auch rechte Gruppen mit solchen Aktionsformen arbeiten, ist genauer danach zu fragen, in welchen Situationen und Bereichen und unter welchen Umständen welche Formen der Intervention wirklich als Teil eines kritischen und emanzipatorischen Projekts zu verstehen sind.  </p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Um diese und ähnliche Fragen diskutieren zu können, wird vom 19. bis 20.3. in Hannover eine kleine Tagung stattfinden, für die wir interessierte und interessante ReferentInnen suchen. Veranstalterin ist eine schon länger praktisch und theoretisch tätige Gruppe, die aus den Studierendenprotesten 2003 in Hannover hervorging und seither im inner- und außeruniversitären Kontext möglicherweise subversive Gesellschaftskritik zu betreiben versucht. Auf der Tagung soll es um eine theoretisch fundierte Selbstreflexion politischer Praxis und einen regen Austausch gehen, weniger um akademische, auf eine breite Öffentlichkeit bedachte Präsentation. Geplant sind 20minütige Vorträge, die immer auch einen Bezug zur konkreten Praxis haben sollen und bei Bedarf auch auf einem vorher verschickten, kurzen eigenen oder fremden Text oder anderen Materialien aufbauen dürfen. Im Anschluss an die Vorträge soll rege diskutiert werden.  </p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Anreisekosten  der ReferentInnen werden von uns übernommen und wir organisieren auch private Übernachtungsplätze.  </p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><i>Wir freuen uns über jegliche Referatsvorschläge (1 Seite), die bis zum 1.11. bei per <a href="mailto:subversionstagung@gmx.de" class="mail" >eMail</a> an uns geschickt werden. (Natürlich freuen wir uns auch über Mails, die nichts mit dem Thema zu tun haben.)</i></p>]]></content:encoded>
			<category>Termine</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 27 Oct 2010 00:00:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>[Berlin] no-border-camp - infoveranstaltung</title>
			<link>http://www.pm-buendnis.de/nc/de/aktuelles/nachricht/ansicht/berlin-no-border-camp-infoveranstaltung/</link>
			<description>3.September 2010</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>[English version below...]<br /><br />Hier die etwas kurzfristige Ankündigung einer--ebenso kurzfristig<br />organisierten--Infoveranstaltung zum No Border-Camp in Brüssel dieses<br />Jahr:<br /><br /><b class="moz-txt-star">No Border-Camp in Brüssel</b><br /><br />Vom 25. September bis zum 3. Oktober dieses Jahres findet das No<br />Border-Camp in Brüssel/Belgien statt.  Beginnen werden wir diese<br />Infoveranstaltung mit einem kurzen Rückblick auf die Geschichte der No<br />Border-Camps, Antworten auf die Frage &quot;Warum Brüssel dieses Jahr?&quot; sowie<br />den Zielen und Organisationsprinzipien des Camps.  Anschließend werden wir<br />vom aktuellen Stand der Vorbereitungen berichten, die Organisation des<br />Camps beschreiben, erzählen was bisher an Aktivitäten geplant ist und<br />verschiedene Möglichkeiten vorstellen wie mensch sich einbringen kann.<br />Auch Fragen werden nach bestem Wissen und Gewissen beantwortet!  Am Ende<br />der Präsentation gibt es noch einen kurzen Quiz.  Die Präsentation selbst<br />wird in englisch stattfinden, bei Bedarf werden wir uns aber um<br />Übersetzung bemühen.<br /><br />    Wann: Freitag, 3. September, 19 Uhr 30<br />    Wo: Meuterei (Reichenbergerstr. 58, nähe Kottbusser Tor)</p>
<p><br />=========</p>
<p>[english]<br /><br />The following is an announcment of a presentation of the No Border-Camp in<br />Brussels this year (on short notice, because the date has just been fixed<br />the same way):<br /><br /><b class="moz-txt-star">No Border-Camp in Brussels</b></p>
<p><br />From the 25th of September to the 3rd of October this year the No<br />Border-Camp will take place in Brussels/Belgium.  In this presentation we<br />will start with a brief history of the No Border Camps, answers to the<br />question &quot;Why Brussels this time?&quot; and the goals and organisation<br />principles of the Camp.  We will then continue to talk about the current<br />state of the preparations, how the camp is organized, planned activities<br />and possibilities to get involved.  Questions, of course, are also<br />welcome!  At the end of the presentation there will be a short quiz.  The<br />presentation itself will be held in english, but we will try to organize<br />translation if it is needed.<br /><br />When: Friday the 3rd of September, 19:30 o´clock<br />Where: Meuterei (Reichenbergerstr. 58, near Kottbusser Tor)</p>]]></content:encoded>
			<category>Termine</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 02 Sep 2010 09:47:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Verfassungsbeschwerde gegen BSI-Gesetz eingereicht</title>
			<link>http://www.pm-buendnis.de/nc/de/aktuelles/nachricht/ansicht/verfassungsbeschwerde-gegen-bsi-gesetz-eingereicht/</link>
			<description>Beitrag von heise online</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Patrick Breyer vom Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung und der  Grünen-Bundestagsabgeordnete Wolfgang Wieland haben beim  Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe <a href="http://www.vorratsdatenspeicherung.de/images/Beschwerdeschrift_BSIG_publ.pdf" rel="external">Verfassungsbeschwerde</a> (PDF-Datei) gegen das seit August 2009 geltende <a href="https://www.bsi.bund.de/cae/servlet/contentblob/639500/publicationFile/36124/bsiges2009_pdf.pdf;jsessionid=F2D03E7D2A8D7C72198E767BA43B05FE" rel="external">Gesetz zur Stärkung der Sicherheit in der Informationstechnik des Bundes</a> (PDF-Datei) eingereicht. Wieland erklärte laut <a href="http://www.vorratsdatenspeicherung.de/content/view/377/79/" rel="external">Mitteilung</a>,  die kurz BSI-Gesetz genannten Regelungen ermächtigten zu einer  grenzenlosen Vorratsdatensammlung. Breyer ergänzt, &quot;dass die dem BSI  erlaubte Kommunikations- und Surfprotokollierung direkt durch den Staat  erfolgen und sogar die aufgerufenen Internetseiten umfassen soll, macht  die Regelung von Grund auf verfassungswidrig, wenn man die Maßstäbe des <a href="http://www.heise.de/meldung/Bundesverfassungsgericht-legt-Huerde-fuer-kuenftige-Vorratsdatenspeicherung-hoch-944021.html" >Verfassungsgerichtsurteils</a> zur Vorratsdatenspeicherung zugrunde legt&quot;.</p><div class="bcadv ISI_IGNORE"></div><p>Das Gesetz soll dem Bundesamt für Sicherheit in der  Informationstechnik (BSI) mehr Mittel an die Hand geben, um Angriffe auf  die IT-Infrastruktur des Bundes abzuwehren. Demnach darf das BSI zur  Bekämpfung von Schadprogrammen alle &quot;Protokolldaten&quot; einschließlich  personenbeziehbarer Nutzerinformationen wie IP-Adressen, die bei der  Online-Kommunikation zwischen Bürgern und Verwaltungseinrichtungen des  Bundes anfallen, unbegrenzt speichern und automatisiert auswerten. Vor  allem E-Mail-Adressen sollen dabei aber herausgefiltert und durch  Pseudonyme ersetzt werden, um die Erstellung von Kommunikationsprofilen  zu verhindern. </p>
<p>Dabei werde auch jede Nutzung öffentlicher Internetportale von  Bundesbehörden erfasst, erläutern Breyer und Wieland in einer  Mitteilung. Es könne beispielsweise ermittelt werden, wer sich auf dem  Internetportal der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung über  Impotenz informiert hat. Die Ermächtigung sei auch unter  Sicherheitsgesichtspunkten überflüssig. Das zeige sich daran, dass sie  bis heute nicht angewendet worden sei. &quot;Durch dieses Gesetz ist das BSI  zum Bundesamt für Unsicherheit in der Informationstechnik geworden. In  grotesker Weise wird verkannt, dass der Bürger nicht nur einen Anspruch  auf Sicherheit durch den Staat, sondern auch einen Anspruch auf  Sicherheit vor dem Staat hat&quot;, erklärte Wieland. (anw)</p>]]></content:encoded>
			<category>Kampagnen</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 02 Sep 2010 09:45:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>[heise online] Datenschutz-Sommerakademie 2010</title>
			<link>http://www.pm-buendnis.de/nc/de/aktuelles/nachricht/ansicht/heise-online-datenschutz-sommerakademie-2010/</link>
			<description>codex digitalis contra lex mercatoria - Rückblick</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Über 500 Datenschützer besuchten die diesjährige <a href="ttps://www.datenschutzzentrum.de/presse/20100830-sommerakademie-grundrechtsschutz.htm" rel="external">Sommerakademie</a>  des unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz in Schleswig Holstein.  Während gleichzeitig das Landesverfassungsgericht das Wahlrecht  Schleswig Holsteins für <a href="http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc%7EEA299DCF0D6814B5092B640F1E1522B31%7EATpl%7EEcommon%7EScontent.html" rel="external">verfassungswidrig</a>  erklärte, bemühte man sich um ein grundlegend neues Datenschutzrecht,  einen codex digitalis universalis, der neben der allgemeinen Erklärung  der Menschenrechte der UN Bestand haben könnte.</p><div class="bcadv ISI_IGNORE"></div><p>In Kiel wurden Facebook und Google abgewatscht, aber auch als Akteure  eines großen Sozialexperimentes auf einen hohen Thron gehoben. Was ist  eigentlich, wenn diese Global Players auf ihre Weise eine <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lex_mercatoria" rel="external">lex mercatoria</a>  durchsetzen wie die Handelsleute im Mittelalter, die sich nicht  sonderlich um nationale Befindlichkeiten kümmerten? fragte der Jurist  Gerrit Hornung in seinem <a href="https://www.datenschutzzentrum.de/sommerakademie/2010/sak10-hornung-regelungsinstrumente-im-virtuellen-raum%20.pdf" rel="external">Vortrag</a>  (PDF-Datei). Daraus könnte ein Gewohnheitsrecht des virtuellen Raumes  entstehen, in dem die Konzerne ihre eigenen Standards setzen und  nationale Vorgaben unterlaufen. Ein solches Verhalten zeige Google, das  die Mails seines E-Mail-Dienstes scannt, um personalisierte Werbung zu  ermöglichen. Damit werde das Fernmeldegeheimnis des §&nbsp;88 Absatz 3  Telekommunikationsgesetzes unterlaufen, was Google ignoriert.</p>
<p>Gegen das &quot;Gewohnheitsrecht&quot; der Konzerne soll ein codex digitalis  auf internationaler Ebene einen rechtsverbindlichen Gegenpunkt setzen.  Wie Thilo Weichert <a href="https://www.datenschutzzentrum.de/sommerakademie/2010/sak10-weichert-begruessung.pdf" rel="external">ausführte</a> (PDF-Datei), soll der codex digitalis analog zur <a href="http://www.europarl.europa.eu/charter/pdf/text_de.pdf" rel="external">Grundrechtecharta der Europäischen Union</a>  (PDF-Datei) ein umfassender Grundrechtsschutz für die digitale Welt  sein. Einzelstücke wie eine &quot;Lex Google StreetView&quot; oder Maßnahmen gegen  Facebook seien dagegen untauglich Flickschustereien. Eigentlich gehe es  um nichts weniger als um einen universal gültigen codex:<br /><i>&quot;Unser  Ziel ist es, diese Diskussion über die Ländergrenzen hinweg nach Europa  und in die ganze Welt zu tragen. Unsere ersten Überlegungen zum Titel  der heutigen Veranstaltung waren „codex digitalis universalis“. Bei der  weiteren Planung wurde uns schnell klar, dass wir zunächst kleine,  nationale Brötchen backen müssen. Aber unser Anspruch und unser Ziel  bleiben eindeutig, eine freiheitliche und demokratische  Weltrechtsordnung zu erreichen. So wichtig es nach dem zweiten Weltkrieg  war, sich im Rahmen der UNO auf eine – analoge – Menschenrechtscharta  zu einigen, so dringend ist es heute, eine universelle  Grundrechtsordnung für die digitale Welt anzustreben.&quot;</i></p>
<p>Nationale kleine Brötchen der besonderen Art tischte Max Stadler auf,  der parlamentarische Staatssekretär im Justizministerium. Er skizzierte  die aktuellen Arbeiten am <a href="http://www.heise.de/meldung/Regierung-einigt-sich-auf-neue-Regeln-zum-Arbeitnehmer-Datenschutz-1063470.html" >Arbeitnehmer-Datenschutz</a>, wobei er ausdrücklich am <a href="http://www.heise.de/meldung/Arbeitnehmer-Datenschutz-Streit-um-Videoueberwachung-Update-1065780.html" >Verbot der heimlichen Videoüberwachung</a>  festhielt, welches von Arbeitgeberseite kritisiert wird. Stadler  skizzierte deren Befugnisse nach dem neuen Gesetz als abgestuften  Regelmechanismus: Je mehr sich ein Verdacht gegen einen Arbeitnehmer  erhärtet, desto mehr Zugriffsrechte hat der Arbeitgeber auf die  angefallenen Daten. Der Datenschutz dürfe nicht die Supernanny der  Nation werden, erklärte Stadler, freute sich aber auf die Einrichtung  einer <a href="http://www.heise.de/meldung/FDP-Vorstoss-fuer-Stiftung-Datenschutz-1025848.html" >Stiftung Datenschutz</a>,  die etwa Vergleichstests von Antivirenprogrammen nach dem Vorbild der  Stiftung Warentest durchführen und so &quot;präventiv wirkende Gütesiegel&quot;  vergeben soll. Allerdings müsse noch die Finanzierung der Stiftung  geklärt werden. Schließlich wünschte sich Stadler einen codex digitalis  nach Art des Thermopapiers in Telefaxgeräten, auf dem die Informationen  mit der Zeit verblassen. Für den 20. September kündigte er eine  hochrangige Sitzung von Justiz- und Innenministerium an, auf der die  Frage der Geodaten mit größter Dringlichkeit besprochen werden soll.</p>
<p>Weitere Vorträge kamen vom Bundesbeauftragten Peter Schaar und vom  BSI-Präsidenten Michael Hange. Schaar mokierte sich über die Naivität  von Datenschutzvorschlägen wie der Idee des Google-Chefs Eric Schmidt,  der für jeden Menschen das Recht auf einen Neuanfang mit 21 bis 28  Jahren unter einem anderen Namen gefordert hatte. Solch ein Neuanfang  sei nur mit einer Gesichtsoperation zu haben. Schaar warb für seine Idee  eines <a href="http://www.otz.de/startseite/detail/-/specific/Datenschutzbeauftragter-will-zentrales-Widerspruchregister-1695479127" rel="external">zentralen Widerspruchsregisters</a>  gegen Veröffentlichungen von Daten im Internet und zeigte sich  enttäuscht über die mangelnde Diskussionsbereitschaft in seinem neu  eingerichteten <a href="https://www.bfdi.bund.de/bfdi_forum/index.php" rel="external">Webforum zur Zukunft des Datenschutzes</a>.  Als ersten Schritt für einen codex digitalis universalis sah er  Verhandlungen zwischen Spanien, Frankreich und Deutschland über  gemeinsame Richtlinien zum Datenschutz, die vom auswärtigen Amt geführt  werden sollen. BSI-Chef Hange stellte die Normierungs- und Gremienarbeit  seines Amtes in den Vordergrund. Als größte Herausforderung für den  Datenschutz der Zukunft nannte er das Thema &quot;Smart Metering&quot;, wenn etwa  Stromzähler Datenprofile von Hausbewohnern erfassen.</p>
<p>Marit Hansen, die stellvertretende Leiterin des Datenschutzzentrums, beschäftigte sich mit dem Thema <a href="https://www.datenschutzzentrum.de/sommerakademie/2010/SAK2010-KontrollverlusteDurchIT-100830.pdf" rel="external">Kontrollverlust</a>  (PDF-Datei der Folien) in zwei Varianten. Für den Informatiker stelle  sich die Frage, ob es beweisbar sicheren Code geben kann. Ist dies nicht  der Fall, weil er mit Software Programme schreibt, deren Sicherheit er  nicht kenne, müssen andere Mechanismen her. Vor diesem Hintergrund  plädierte Hansen für &quot;Bananen-Software&quot; mit Auto-Update-Funktionen, weil  auch die IT-Sicherheit in Programmen nachreifen müsse. In einem zweiten  Schritt untersuchte Hansen, wie der Kontrollverlust bei Bürgern  ankommt. Das Spektrum reiche von Apathie und Passivität bis hin zu  Forderungen von Kontrollbedürftigen, denen Placebo-Kontrollen angeboten  werden.</p>
<p>Dass nach diesem Schema Datenschützer zu den Kontrolleuren gehören,  die eine &quot;Informationsangst&quot; erfahren, zeigte die Umfrage, die unter den  500 Teilnehmern über Problemfelder des Datenschutzes durchgeführt  wurde. Die Vorratsdatenspeicherung, die Datensammlungen von Facebook und  anderen sozialen Netzwerken und der Arbeitnehmer-Datenschutz belegten  dabei die ersten Plätze. Themen wie die elektronische Gesundheitskarte,  der elektronische Personalausweis und Google/Suchmaschinen bildeten das  Mittelfeld. Keine oder kaum Probleme sahen die versammelten  Datenschützer beim Datenaustausch von SWIFT, bei der kommenden  Volkszählung und bei den Sensornetzen sowie dem Smart Metering. Mit nur  27&nbsp;Nennungen belegte die Datensammlung bei Hartz-IV-Anträgen den  allerletzten Platz. Ob Langzeitarbeitslose einen codex digitalis  brauchen oder eben nicht, weil ihre Daten vollständig erfasst sind, ist  eine spannende Frage. (Detlef Borchers)  /  (jk)</p>]]></content:encoded>
			<category>Termine</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 02 Sep 2010 09:44:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Auftakt der Kampagne „¡Ya Basta!“ in Rostock</title>
			<link>http://www.pm-buendnis.de/nc/de/aktuelles/nachricht/ansicht/auftakt-der-kampagne-ya-basta-in-rostock/</link>
			<description>Beitrag von Indymedia</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute - am ersten September, dem Weltfriedenstag – startete nach Monaten  der Vorbereitung endlich die EZLN-Soli Kampagne „¡Ya Basta!“ in  Rostock. Bereits in den frühen Morgenstunden wurden hunderte  Extraausgaben des Newsticker in Briefkästen und direkt an Passanten in  der Rostocker verteilt. Etwa zur gleichen Zeit tauchten im nördlichen  Westen und im Süden der Stadt dutzende Plakate und Aufkleber auf.  Bereits in den vergangenen Tagen wurden mehrere Graffitis in  verschiedenen Stadtteilen entdeckt.   </p>
<p><a href="http://de.indymedia.org/2010/09/289021.shtml" class="external-link-new-window" >weiterlesen auf Indymedia</a></p>]]></content:encoded>
			<category>Bündnis</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 01 Sep 2010 00:00:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>'Intersquat Festival 2010' in Berlin</title>
			<link>http://www.pm-buendnis.de/nc/de/aktuelles/nachricht/ansicht/intersquat-festival-2010-in-berlin/</link>
			<description>Vom 10.-19. September  kommen verschiedene Hausbesetzer_innen und Künstler_innen aus ganz Europa nach Berlin und halten Workshops, Informationsveranstaltungen und geben künstlerische Performances. </description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vom 10.-19. September&nbsp; kommen verschiedene Hausbesetzer_innen und Künstler_innen aus ganz Europa nach Berlin und halten Workshops, Informationsveranstaltungen und geben künstlerische Performances. </p>
<p>weitere Informationen <a href="http://intersquatberlin.blogsport.de/" class="external-link-new-window" >hier</a></p>]]></content:encoded>
			<category>Termine</category>
			
			
			<pubDate>Sun, 29 Aug 2010 00:00:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>[tp] EU will Datenbank zur Bekämpfung der &quot;Radikalisierung&quot; einrichten</title>
			<link>http://www.pm-buendnis.de/nc/de/aktuelles/nachricht/ansicht/tp-eu-will-datenbank-zur-bekaempfung-der-radikalisierung-einrichten/</link>
			<description>Nicht nur Terroristen, sondern auch extreme Rechte und Linke und Globalisierungskritiker stehen im Visier</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die EU plant nach dem Vorschlag der spanischen  EU-Ratspräsidentschaft, die Überwachung vermeintlich Verdächtiger  auszudehnen. Geplant ist die die Einführung &quot;eines standardisierten,  multidimensionalen semistrukturierten Instruments zur Erfassung von  Daten und Informationen über die Radikalisierungsprozesse in der EU&quot;.  Das klingt ziemlich kompliziert und läuft unter der Rubrik Enfopol 99  (Enforcement Police), womit zunächst die europaweite Telekommunikationsüberwachung eingeführt wurde, im Zeichen der Terrorbekämpfung wurde die polizeiliche Zusammenarbeit ausgebaut.</p>
<p>Europol kommt darin eine wachsende Bedeutung zu (<a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32792/1.html" rel="external">Europol wird internationaler Daten-Marktplatz</a>).  Dabei dient der Terrorismus nur noch als Mittel, um die Kompetenzen der  Polizei und die EU-weite polizeiliche Zusammenarbeit zu erweitern. Die  Einrichtung einer auch der Prävention dienenden Datenbank zur  &quot;Radikalisierung&quot;, zu der neben den Polizeien auch Geheimdienste oder  Sicherheitsfirmen beitragen sollen, geht weit über die Terror- und  Kriminalitätsbekämpfung hinaus. Das wird so begründet:</p>
<p>&quot;Nachdem die terroristischen Aktivitäten in den letzten Jahren  weltweit wieder aufgeflammt sind, hat die Europäische Union im Jahr 2005  eine umfassende Strategie zur Terrorismusbekämpfung ausgearbeitet,  deren strategisches Engagement vier Arbeitsfelder umfasst, zu denen die  Prävention gehört. Zweck dieses Arbeitsfelds ist es, zu verhindern, dass  Menschen sich dem Terrorismus zuwenden, und bei den Faktoren und  Ursachen anzusetzen, die innerhalb und außerhalb Europas zu  Radikalisierung und Anwerbung von Menschen für den Terrorismus führen  können.&quot;</p>
<p>Die Rede ist von einem &quot;hochflexiblen Instrument, das sich leicht an  das untersuchte Phänomen anpassen lässt&quot;, was heißt, man will beliebig,  je nach Laune, Radikalisierung, Gewaltbereitschaft und Anwerbung für den  Terrorismus definieren können. Letztlich geht es darum, &quot;Listen  derjenigen Personen aufzustellen, die an der Radikalisierung/Anwerbung  oder Übermittlung von radikalisierenden Botschaften beteiligt sind&quot;.  Auffällig ist dabei, dass zwar immer der Kontext des Terrorismus  vorherrschen zu scheint, aber die Begrifflichkeit bewusst möglichst vage  gehalten werden. </p>
<p>Klar wird <a href="http://www.statewatch.org/news/2010/apr/eu-council-rad-instrument-7984-add1-10.pdf" rel="external">gesagt</a>,  dass es nicht nur darum geht, die Radikalisierungswege mit allen  persönlichen, poloitischen, familiären oder psychologischen Faktoren zu  erkennen, um hier präventiv einzugreifen, sondern auch um die Erkennung  und Beobachtung von Individuen und Gruppen, die einer Ideologie folgen,  die direkt Gewalt propagiert. Hier ist dann nicht mehr von Terroristen  die Rede, sondern von &quot;Extreme right/left, Islamist, nationalist,  anti-globalisation, etc.&quot;.</p>
<p>Die Linken haben eine <a href="http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/027/1702717.pdf" rel="external">Kleine Anfrage</a>  an die Bundesregierung über deren Haltung zu diesem Überwachungsprojekt  gerichtet. Kritisiert wird, dass die unscharfe Definition und die &quot;die  mangelnde Unterscheidung radikalen und terroristischen Bestrebungen&quot;:</p>
<p>&quot;Dies lässt letztlich uferlose Erfassungen von Personen mit  'abweichender' Meinung befürchten. Die britische  Bürgerrechtsorganisation Statewatch warnt davor, das ausufernde  Überwachungsprojekt drohe das politische Leben zu 'kontaminieren' und  aus legitimen politischen Diskussionen ein weiteres Opfer des 'Krieges  gegen den Terror' zu machen.&quot;</p>
<p>Die Antwort der Bundesregierung wiegelt erst einmal ab. Es ginge  nicht um eine Erweiterung der Überwachung, zudem sei es jedem  Mitgliedsstaat freigestellt, Informationen zur Datenbank beizutragen  oder nicht. Die Bundesregierung beabsichtige auch nicht, dieses  Instrument einzusetzen. Eine verbindliche Definition von radikal und  radikalisierend gebe es nicht, die deutschen Sicherheitsbehörden seien  darauf auch nicht angewiesen. Dasselbe gelte für den Begriff  &quot;radikalisierende Botschaften&quot; und für die &quot;Übermittlung von  radikalisierenden Botschaften&quot;. Überhaupt will die Bundesregierung damit  nichts zu tun haben.</p>
<p> Ulla Jelpke, die innenpolitische Sprecherin der Linken, ist mit der  ausweichenden Antwort der Bundesregierung nicht zufrieden und <a href="http://www.ulla-jelpke.de/news_detail.php?newsid=1684" rel="external">fordert</a>:  &quot;Angesichts der engen Vernetzung europäischer Sicherheitsbehörden kann  die Bundesregierung nicht so tun, als gehe sie dieses  Überwachungsprojekt nichts an. Deutsche Sicherheitsbehörden dürfen weder  indirekt zur Anreicherung der neuen EU-Datensammlung beitragen noch ihr  passiver Nutznießer werden. Damit stellt sich die Frage, wie die  Bundesregierung sicherstellen will, an diesem Demokratieabbau in keiner  Weise teilzuhaben. Sie muss sich in den EU-Institutionen für einen Stopp  des Projektes einsetzen.&quot; </p>
<p><a href="http://www.heise.de/tp/blogs/8/148267" class="external-link-new-window" >Quelle</a></p>]]></content:encoded>
			<category>Bündnis</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 27 Aug 2010 09:43:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>[jw] Rückfall statt Fortschritt</title>
			<link>http://www.pm-buendnis.de/nc/de/aktuelles/nachricht/ansicht/jw-rueckfall-statt-fortschritt/</link>
			<description>Bundesregierung beschließt Gesetzentwurf zum Datenschutz für Beschäftigte. Vorlage bedeutet teilweise Verschlechterungen gegenüber dem Status quo</description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Bundesregierung beschließt Gesetzentwurf zum Datenschutz für  Beschäftigte. Vorlage bedeutet teilweise Verschlechterungen gegenüber  dem Status quo</h4>
<p>Regierung will Datenschutz für Arbeitnehmer stärken.« So oder so ähnlich lauten die Agenturüberschriften zum am Mittwoch vom Bundeskabinett verabschiedeten Entwurf für ein Gesetz zum Beschäftigtendatenschutz. Doch die Realität sieht deutlich anders aus. Zwar enthält die Vorlage einige tatsächliche Verbesserungen, insgesamt bedeutet sie dem Arbeitsrechtler Wolfgang Däubler zufolge jedoch »in vielerlei Hinsicht einen Rückschritt gegenüber dem Status quo«. Auch die Partei Die Linke bewertet den vom Bundesinnenministerium erarbeitete Entwurf in erster Linie kritisch.<br /> <br /> Der Kabinettsbeschluß sei ein »angemessener Interessenausgleich« zwischen Unternehmen und Beschäftigten, erklärte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) am Mittwoch in Berlin. Damit sollen u. a. Videoüberwachung, ärztliche Untersuchungen von Beschäftigten, das Verwenden von Daten aus dem Internet sowie der Einsatz von Ortungssystemen neu geregelt werden. Anlaß waren eine Vielzahl von Bespitzelungsskandalen bei der Bahn AG, der Deutschen Bank, der Telekom, bei Lidl, KiK und anderen Konzernen. Vor diesem Hintergrund sei eine gesetzliche Neuregelung »nach Jahrzehnten der Untätigkeit längst überfällig«, erklärte Jan Korte von der Linksfraktion im Bundestag am Mittwoch gegenüber <i>junge Welt</i>. »Der große Wurf ist es jedoch nicht geworden, durch die vielen Ausnahmeregelungen wird weiterer Bespitzelung Tür und Tor geöffnet.« Zudem seien weder die Kontrollmöglichkeiten über die Verwendung erhobener Daten noch die Sanktionen bei Verstößen ausreichend, kritisierte Korte.<br /> <br /> Die heimliche Videoüberwachung am Arbeitsplatz, wie sie beispielsweise Lidl exzessiv praktizierte, soll künftig verboten sein – worüber sich Vertreter der Unternehmerverbände BDA und HDE am Mittwoch bezeichnenderweise heftig empörten. In Umkleide- und Duschräumen dürfen Videogeräte nicht, in anderen Bereichen nur nach Information der Beschäftigten eingesetzt werden. Den Schutz der Lohnabhängigen tatsächlich verbessern dürfte auch eine Regelung, wonach bei Einstellungen nur noch ärztliche Untersuchungen gemacht werden dürfen, die wesentliche und entscheidende berufliche Anforderungen betreffen. »Blutuntersuchung darf gemacht werden beim Chirurgen, nicht beim Möbelpacker«, erläuterte de Maizière.<br /> <br /> »Trotz dieser Verbesserungen ist der Gesetzentwurf insgesamt eher eine Verschlechterung für den Arbeitnehmerdatenschutz«, erklärte Wolfgang Däubler, Professor für Arbeitsrecht an der Uni Bremen, auf jW-Nachfrage. Der im Koalitionsvertrag formulierte Anspruch, den Datenschutz für Beschäftigte zu verbessern, werde damit nicht eingelöst. So sei zum Beispiel die Frage nach einer Schwangerschaft bei Einstellungsgesprächen nicht ausgeschlossen – ein Rückfall hinter die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs. Auch die Möglichkeiten zur Telefonüberwachung beispielsweise in Call-Centern, die jederzeit als »Stichproben« oder »anlaßbezogen« eingesetzt werden kann, bleibe hinter Entscheidungen des Bundesarbeitsgerichts zurück, kritisierte der Wissenschaftler.<br /> <br /> Ein automatischer Abgleich von Beschäftigtendaten, eine Art »Rasterfahndung« im Betrieb, wäre dem Entwurf zufolge ebenfalls legal. Die systematische Durchsuchung von E-Mails, telefonischer Verbindungsdaten und anderem muß zwar in anonymisierter bzw. pseudonymisierter Form geschehen; ergibt sich daraus aber ein konkreter Verdacht, dürfen die Ergebnisse einzelnen Personen zugeordnet werden. »Damit wäre ein Vorgehen wie bei der Bahn – wo 173000 Datensätze von Mitarbeitern miteinander abgeglichen wurden – möglich, wenn sie zunächst verschlüsselt werden«, erläuterte Däubler.<br /> <br /> Der Arbeitsrechtler kritisiert, daß viele der geplanten Regelungen Schlupflöcher enthalten, die einen Eingriff in Persönlichkeitsrechte ermöglichen würden. So ist die Nutzung von Ortungssystemen wie GPS und Handyortung zwar nicht zur Überwachung einzelner Mitarbeiter erlaubt, wohl aber, um deren Einsatz zu koordinieren. Ein weiteres Beispiel hierfür ist der Satz: »Der Arbeitgeber darf die (…) erhobenen Beschäftigtendaten nicht in einer Weise verarbeiten und nutzen, daß sie durch die automatisierte Zusammenführung einzelner Lebens- und Personaldaten ein Gesamtbild der wesentlichen geistigen und charakterlichen Eigenschaften oder des Gesundheitszustandes des Beschäftigten ergeben.« »Was aber ist, wenn ein solches Persönlichkeitsbild nicht ›automatisiert‹, sondern ›per Hand‹ erstellt wird?«, fragt Däubler. Sein Fazit: »Es gibt großen Bedarf, den Gesetzentwurf noch einmal gründlich zu überarbeiten.«<br /> <br /> Für deutliche Nachbesserungen plädiert auch der Linke-Politiker Korte. »Der von der Koalition vorgelegte Entwurf ist ein typischer schwarz-gelber Kompromiß, der in weiten Teilen eher den Interessen der Unternehmer entgegenkommt, als daß er die Beschäftigten schützt«, betonte er. Eine Gelegenheit, den Forderungen nach einer Veränderung der Gesetzesvorlage Nachdruck zu verleihen, bietet sich am 11. September in Berlin: bei der um 13 Uhr am Potsdamer Platz beginnenden Demonstration »Freiheit statt Angst«.</p>
<p><a href="http://www.jungewelt.de/2010/08-26/010.php" class="external-link-new-window" >Quelle</a></p>]]></content:encoded>
			<category>Stellungnahmen</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 26 Aug 2010 10:08:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
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			<title>Bundesregierung will Pressefreiheit stärken</title>
			<link>http://www.pm-buendnis.de/nc/de/aktuelles/nachricht/ansicht/bundesregierung-will-pressefreiheit-staerken/</link>
			<description>Beitrag von heise online</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Bundeskabinett hat am heutigen Mittwoch einen <a href="http://www.bmj.bund.de/files/-/4673/RegE_Pressefreiheit.pdf" rel="external">Gesetzentwurf</a>  (PDF-Datei) &quot;zur Stärkung der Pressefreiheit im Straf- und  Strafprozessrecht&quot; beschlossen. Laut der von Bundesjustizministerin  Sabine Leutheusser-Schnarrenberger vorgeschlagenen Initiative sollen  Journalisten künftig nicht mehr wegen Beihilfe zum Geheimnisverrat  verfolgt werden, wenn sie ihnen zugespielte Dienstgeheimnisse auswerten  oder veröffentlichen. Dafür soll der <a href="http://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__353b.html" rel="external">§ </a><a href="http://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__353b.html" rel="external">353b</a>  des Strafgesetzbuches (StGB) ergänzt werden. Darin wird einerseits  Amtsträgern, die ein Dienstgeheimnis verraten, mit Freiheitsstrafe bis  zu fünf Jahren gedroht. Andererseits soll ein neuer Absatz die Anwendung  der &quot;Beihilfe zum Geheimnisverrat&quot; ausschließen und somit Journalisten  begünstigen.</p><div class="bcadv ISI_IGNORE"></div><p>Auch plant die Regierung, mit einer Änderung von <a href="http://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__353b.html" rel="external">§</a><a href="http://www.gesetze-im-internet.de/stpo/__97.html" rel="external"> 97</a>  der Strafprozessordnung (StPO) den Schutz von Journalisten vor  Beschlagnahme zu verbessern. Künftig soll nicht bereits ein einfacher,  sondern ein dringender Tatverdacht gegen den Journalisten ausreichen, um  eine Sicherstellung von Beweisgütern anordnen zu können.</p>
<p>Der Gesetzentwurf bezieht sich unter anderem auf den <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/20/20946/1.html" rel="external">Fall &quot;Cicero&quot;</a>.  Dabei war der Tatverdacht, der Anlass für die Anordnung der  Durchsuchung der Redaktionsräume des Magazins sowie nachfolgender  Beschlagnahmebeschlüsse war, allein auf die Veröffentlichung von  Inhalten eines als Verschlusssache eingestuften Auswertungsberichts und  auf Hinweise darauf gestützt, dass der Verfasser des Artikels im Besitz  des Papiers gewesen sein müsse. Das Bundesverfassungsgericht <a href="http://www.heise.de/meldung/Bundesverfassungsgericht-staerkt-Pressefreiheit-und-Informantenschutz-150848.html" >verurteilte</a>  das Vorgehen der Staatsanwaltschaft und der niederen Instanzen 2007 als  rechtswidrig. Diese Entscheidung spiegelt sich nun in dem  Gesetzesvorhaben wider.</p>
<p>Zur Definition von Medienschaffenden verweist der Entwurf auf <a href="http://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__353b.html" rel="external">§</a><a href="http://www.gesetze-im-internet.de/stpo/__53.html" rel="external"> 53</a>  Absatz 1 Nummer 5 StPO und die darin aufgeführten  Zeugnisverweigerungsberechtigten. Es handelt sich dabei um Personen,  &quot;die bei der Vorbereitung, Herstellung oder Verbreitung von Druckwerken,  Rundfunksendungen, Filmberichten oder der Unterrichtung oder  Meinungsbildung dienenden Informations- und Kommunikationsdiensten  berufsmäßig mitwirken oder mitgewirkt haben&quot;. Auf privat agierende,  ihren Lebensunterhalt mit anderen Arbeiten erzielende Blogger dürften  sich die geplanten neuen Schutzrechte so nicht beziehen.</p>
<p> Leutheusser-Schnarrenberger sieht in dem Gesetzentwurf ein &quot;klares  Bekenntnis zu einer freien, unabhängigen Presse&quot;. Medienangehörige  müssten ihrer Aufgabe als &quot;Vierte Gewalt&quot; zur Kontrolle des staatlichen  Handelns ungehindert ausüben können. Der Deutsche Journalistenverband  (DJV) begrüßte den Gesetzentwurf als &quot;Schritt in die richtige Richtung&quot;.  Der DJV hat nach eigenen Angaben seit Ende der 80er-Jahre über 200  Verstöße gegen die Pressefreiheit durch staatliche Stellen in der  Bundesrepublik dokumentiert. Für <a href="http://www.heise.de/meldung/Sorgen-um-die-Pressefreiheit-in-Deutschland-158959.html" >Aufsehen</a>  sorgten vor zwei Jahren etwa auch die Ermittlungen gegen 17  Journalisten, die Informationen aus dem BND-Untersuchungsausschuss zum  Fall Murat Kurnaz publiziert hatten. Mehrere Bundestagsparteien machten  sich danach <a href="http://www.heise.de/meldung/SPD-entzweit-beim-besseren-Schutz-der-Pressefreiheit-161366.html" >Gedanken</a> über nötige Gesetzesreformen. (<i>Stefan Krempl</i>)  /  (<a href="mailto:anw@ct.de" title="Andreas Wilkens" >anw</a>)</p>
<p><a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Bundesregierung-will-Pressefreiheit-staerken-1066273.html" class="external-link-new-window" >Quelle</a> </p>]]></content:encoded>
			<category>Stellungnahmen</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 26 Aug 2010 10:05:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Spickmich setzt sich erneut vor Gericht durch</title>
			<link>http://www.pm-buendnis.de/nc/de/aktuelles/nachricht/ansicht/spickmich-setzt-sich-erneut-vor-gericht-durch/</link>
			<description>Beitrag von heise online</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine weitere Lehrerin steht in ihrem Kampf gegen das Internetportal &quot;<a href="http://www.spickmich.de/" rel="external">spickmich.de</a>&quot;  vor einer Niederlage. &quot;Wir werden die Berufung zurückweisen&quot;, kündigte  die Vorsitzende Richterin am Düsseldorfer Oberlandesgericht, Marietta  Spahn, am Mittwoch an. Laut Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs  verletzt die Benotung von Lehrern durch Schüler nicht das  Persönlichkeitsrecht der Pädagogen, sondern ist von der Meinungsfreiheit  gedeckt. Ein fast identisches Verfahren ist bereits beim  Bundesverfassungsgericht <a href="http://5191" rel="external">anhängig</a>.</p><div class="bcadv ISI_IGNORE"></div><p>Richterin Spahn zeigte sich über die neuerliche Klage verwundert:  &quot;Wir haben nicht verstanden, warum ein zweites Verfahren angeleiert  worden ist. Beim Bundesverfassungsgericht ist die Sache ohnehin. Was  soll das letztendlich?&quot;, fragte sie die Anwältin der Lehrerin. Die  kündigte an, auch das zweite Verfahren vor das Bundesverfassungsgericht  bringen zu wollen. Das Verfahren werde von der Lehrergewerkschaft GEW  unterstützt.</p>
<p>Die Realschullehrerin vom Niederrhein sieht durch die Bewertung im  Internet ihre Persönlichkeitsrechte verletzt. Mit der Gesamtnote 4,2  kommt die Pädagogin bei ihren Schülern nicht besonders gut weg. Vor dem  Duisburger Landgericht war sie mit ihrem Verlangen, die über sie  gespeicherten Daten zu löschen, bereits gescheitert. Die Lehrerin müsse  sich die Bewertung ihrer beruflichen Leistung gefallen lassen, befand  bereits die Vorinstanz.</p>
<p>Auf &quot;spickmich.de&quot; können registrierte Schüler ihre Lehrer bewerten –  etwa danach, ob sie &quot;fachlich kompetent&quot;, &quot;gut vorbereitet&quot;,  &quot;menschlich&quot;, &quot;motiviert&quot; oder gar &quot;cool und witzig&quot; sind. Die  Bewertungen seien Meinungsäußerungen, die die berufliche Tätigkeit  betreffen, hatten die Bundesrichter geurteilt. Auch anonyme Bewertungen  seien von der Meinungsfreiheit gedeckt (Az.: VI ZR 196/08 – Urteil vom 23. Juni 2009). (dpa)  /  (pmz)</p>]]></content:encoded>
			<category>Stellungnahmen</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 26 Aug 2010 10:04:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>[tp] Das Landgericht am Ende des Universums</title>
			<link>http://www.pm-buendnis.de/nc/de/aktuelles/nachricht/ansicht/tp-das-landgericht-am-ende-des-universums/</link>
			<description>Hamburger Presserichter verbieten Meinungsäußerung über die Zukunft</description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Eine Boulevardzeitschrift hatte aus Anlass von Michael Ballacks  Verletzung mit dessen &quot;Karriereende&quot; getitelt. Die Redaktion hielt ihre  Einschätzung über Ballacks Karriere für eine Meinungsäußerung, betrifft  sie doch die (Nicht-)Zukunft, kann also schwerlich eine in der Gegenwart  durch Beweise feststellbare Tatsachenbehauptung sein, ist zudem  wertend. Das sah das Landgericht Hamburg anders und <a href="http://www.buskeismus-lexikon.de/324_O_270/10_-_06.08.2010_-_Michael_Ballack_zensiert_Prognosen" class="link" >verbot dem Verlag die Äußerung</a>.</h4>
<p><br />weiterlesen bei <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33168/1.html" class="external-link-new-window" >telepolis</a></p>]]></content:encoded>
			<category>Stellungnahmen</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 26 Aug 2010 10:02:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>[Indy] Maulkorb aufgehoben: Sieg am OLG Saarbrücken</title>
			<link>http://www.pm-buendnis.de/nc/de/aktuelles/nachricht/ansicht/indy-maulkorb-aufgehoben-sieg-am-olg-saarbruecken/</link>
			<description>Die Zensur der Kritik an den Gentechnik-Seilschaften ist Geschichte: In Saarbrücken fiel heute wohl eines der wichtigsten Gerichtsurteile diesen Jahres für die gentechnik-kritische Bewegung: Jörg...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Zensur der Kritik an den Gentechnik-Seilschaften ist Geschichte: In Saarbrücken fiel heute wohl eines der wichtigsten <a href="http://www.projektwerkstatt.de/gen/filz_brosch.htm" >Gerichtsurteile</a> diesen Jahres für die gentechnik-kritische Bewegung: Jörg Bergstedt, Umweltaktivist und Publizist, darf seine Kritik an den <a href="http://www.projektwerkstatt.de/gen/filz.htm" >Gentechnik-Seilschaften</a>  wieder ungeschminkt vortragen. Dem vorausgegangen waren absurde  juristische Manöver der Gentechnik-Lobby, die sich durch die brisanten  Enthüllungen über sie verunglimpft fühlte.</p>
<p>weiterlesen bei <a href="http://de.indymedia.org/2010/08/288400.shtml" class="external-link-new-window" >Indymedia</a></p>]]></content:encoded>
			<category>Stellungnahmen</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 26 Aug 2010 09:29:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>[taz] Rasterfahndung im Betrieb</title>
			<link>http://www.pm-buendnis.de/nc/de/aktuelles/nachricht/ansicht/taz-rasterfahndung-im-betrieb/</link>
			<description>Ein Gesetzentwurf der Bundesregierung schränkt die heimliche Überwachung der Beschäftigten ein, erlaubt aber die offene Videoüberwachung am Arbeitsplatz </description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span id="hauptspalte">Ein  Gesetzentwurf der Bundesregierung schränkt die heimliche Überwachung der  Beschäftigten ein, erlaubt aber die offene Videoüberwachung am  Arbeitsplatz </span></p>
<p>Die  heimliche Videoüberwachung im Betrieb ist künftig verboten. Das sieht  ein Gesetzentwurf vor, der am Mittwoch im Bundeskabinett auf den Weg  gebracht werden soll. Im Gegenzug können Arbeitgeber ihre Beschäftigen  künftig aber leichter offen überwachen. Der Gesetzentwurf von  Innenminister Thomas de Maizière (CDU), der der taz vorliegt, ist mit  den Koalitionsfraktionen abgestimmt.    </p>
<p>   Bisher beruht der Datenschutz für Arbeitnehmer  im wesentlichen auf Urteilen des Bundesarbeitsgerichts (BAG). Im neuen  Gesetz wurden an mehreren Stellen die Rechte von Unternehmen und  Beschäftigten völlig</p><div class="artikelwerbung"><div id="adition_zone_artikel_co" class="ad_zone ad_zone_contentad ad_zone_badged ad_zone_sold"><div class="ad_badge"><p>Anzeige</p></div></div></div><p>    So hat das Bundesarbeitsgericht in einem Grundsatzurteil von 2003 die  heimliche Videoüberwachung im Betrieb zugelassen, um den konkreten  Verdacht einer Straftat aufzuklären. Damals ging es um fehlendes Geld in  der Kasse eines Getränkemarkts.    </p>
<p>   Künftig ist das heimliche Filmen von  Beschäftigten nicht mehr möglich. &quot;Das ist ein großer Erfolg der FDP&quot;,  sagte deren rechtspolitischer Sprecher Christian Ahrendt. Tatsächlich  wollte Innenminister de Maizière die bisherige Rechtsprechung  beibehalten.    </p>
<p>   Auch der Einsatz von Wanzen gegen Mitarbeiter  ist künftig ausgeschlossen; eine heimliche Aufzeichnung von Gesprächen  ist nicht mehr möglich. Zulässig bleibt aber der heimliche Einsatz von  Privatdetektiven. Solche Geheimeinsätze dürfen aber im konkreten Fall  nicht länger als 24 Stunden oder insgesamt vier Tage dauern. Zulässig  sind heimliche Maßnahmen nur, wenn ein konkreter Verdacht auf Straftaten  oder schwere Pflichtverletzungen besteht. Im Kernbereich der  Privatsphäre, etwa auf der Toilette, darf nie heimlich gespäht werden,  auch nicht mit dem sonst erlaubten Fernglas.    </p>
<p>   Während die heimliche Überwachung durch den  Gesetzentwurf damit spürbar eingeschränkt wird, kann die offene  Überwachung künftig massiv ausgeweitet werden. Bisher hat das BAG den  offenen Einsatz von Videokameras zur bloßen Abschreckung der  Beschäftigten abgelehnt. Künftig soll er möglich sein, wenn die  Videokameras klar gekennzeichnet werden. Zulässig ist dies unter anderem  zum Schutz des Eigentums des Unternehmens oder zur Qualitätskontrolle.  Auch abgeschaltete Kameras oder Attrappen müssen gekennzeichnet werden.     </p>
<p>   Zwar heißt es im Gesetzentwurf, dass bei der  offenen Überwachung die Belange des Unternehmens mit den &quot;schutzwürdigen  Interessen&quot; der Beschäftigten abgewogen werden müssen. Als Beispiel für  vorrangige Beschäftigteninteressen fällt de Maizière aber nur ein, dass  in den Räumen des Betriebsrats keine Videokamera aufgestellt werden  darf. Generell unzulässig sind Kameras immerhin in Toiletten, Umkleiden  und Schlafräumen. Im Raucherzimmer des Betriebs darf dagegen gefilmt  werden.    </p>
<p>   Ausweiten will die Koalition auch die  Möglichkeit zur internen Rasterfahndung im Betrieb. Dies soll etwa  möglich sein zur Verhütung von Straftaten wie Korruption und Untreue.  Dabei kann zum Beispiel ins Blaue hinein abgeglichen werden, ob  Beschäftigte die gleiche Anschrift oder Kontonummer wie Zulieferer  haben. Auch schwere Pflichtverstöße, wie die Weitergabe von  Unternehmensinterna an die Presse, sollen so aufgeklärt werden können,  etwa indem geprüft wird, welche Arbeitnehmer im Dienst mit gut  informierten Journalisten telefoniert oder Mails gewechselt haben.</p>
<p><a href="http://taz.de/1/zukunft/wirtschaft/artikel/1/rasterfahndung-im-betrieb/" class="external-link-new-window" >Quelle</a></p>]]></content:encoded>
			<category>Stellungnahmen</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 24 Aug 2010 06:03:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>[jw] Fußfessel Facebook</title>
			<link>http://www.pm-buendnis.de/nc/de/aktuelles/nachricht/ansicht/jw-fussfessel-facebook/</link>
			<description>Big Brother war gestern, Facebook ist heute. Während hierzulande Politiker und Medien noch eifrig damit beschäftigt sind, sich über »Google StreetView« aufzuregen, geht das eine halbe Milliarde...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Big Brother war gestern, Facebook ist heute. Während hierzulande Politiker und Medien noch eifrig damit beschäftigt sind, sich über »Google StreetView« aufzuregen, geht das eine halbe Milliarde Nutzer zählende »soziale Netzwerk« Facebook bereits einen Schritt weiter. Facebook-Nutzer können ab sofort genau verfolgen, wo sich ihre Online­freunde gerade aufhalten. Am Mittwoch schaltete die Plattform ihre neue Funktion »Facebook Places« frei, bei der Internethandys in Echtzeit den aktuellen Standort mitteilen. Bislang nur in den USA liest das Gerät auf Knopfdruck über den eingebauten GPS-Empfänger des Mobiltelefons den derzeitigen Standort aus. So können die »Freunde« des Nutzers sehen, wo er sich gerade aufhält. »Man kann mit dem Mobiltelefon in Echtzeit mitteilen, wo man mit wem ist«, sagte Places-Produktmanager Michael Eyal Sharon bei der Vorstellung des Dienstes am Mittwoch (Ortszeit) in San Francisco. Nutzer könnten so entdecken, wenn ihre Freunde bei derselben Veranstaltung oder am selben Urlaubsort sind, freut sich der Internetgigant.<br /> <br /> Für andere ist die schöne neue Welt des »Web 2.0« hingegen eine Horrorvorstellung. Wie lange wird es dauern, bis Personalchefs von ihren Angestellten verlangen, die Places-Funktion zu aktivieren, um erkennen zu können, welcher ihrer Untergebenen sich der Firma am nächsten aufhält und im Bedarfsfall herbeizitiert werden kann? Während Privatdetektive um ihre Jobs fürchten, freuen sich Scheidungsanwälte auf das Geschäft ihres Lebens.<br /> <br /> Einen ähnlichen Dienst hatte erst kürzlich Google mit seiner Funktion »Buzz« gestartet. Diese bettet Netzwerke wie Facebook in den E-Mail-Dienst GoogleMail ein. Viele Daten der Nutzer und auch ihr Standort waren so plötzlich automatisch freigegeben. Auf die daraufhin einsetzende Kritik reagierte Google durch eine kosmetische Änderung der Einstellungen.<br /> <br /> Doch es geht nicht (immer) nur um Spielereien. Anfang August wurde bekannt, daß Google und der US-Geheimdienst CIA zu Geschäftspartnern geworden sind. Beide haben in das Unternehmen »Recorded Future« (Aufgezeichnete Zukunft) investiert. Diese Firma schickt ihre Suchmaschinen auf Streifzüge durch unzählige Webseiten, Blogs, Twitter-Konten und Datenbanken. Anschließend werden die Verbindungen und Beziehungen zwischen den erhobenen Daten analysiert, um dadurch Zusammenhängen zwischen Ereignissen auf die Spur zu kommen, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben.<br /> <br /> Dazu müsse man nur analysieren, wer in der Vergangenheit wie an welchen Ereignissen beteiligt war, hofft »Recorded Future«. Dadurch will die Firma nicht weniger, als die Zukunft vorhersagen, bzw. zumindest Trends deutlich machen. Das Unternehmen preist seinen Dienst als »unverzichtbar« an, um zum Beispiel Finanzgeschäfte zu tätigen oder Konkurrenzfirmen zu beobachten, aber auch, um »politische Verbindungen und Familienbeziehungen« einer bestimmten Person aufzudecken oder deren künftige Reisepläne vorherzusagen.<br /> <br /> Währenddessen wird in der Bundesregierung weiter daran gearbeitet, Vorratsdatenspeicherung und Online­durchsuchungen in leicht modifizierter Form doch noch durchzusetzen, nachdem die Verfassungsrichter sie zunächst gestoppt hatten. Damit das keiner merkt, beschäftigt man die auf ihre Privatsphäre bedachten Bundesbürger erst mal damit, ihre Wohnhäuser bei Google StreetView verpixeln zu lassen.</p>]]></content:encoded>
			<category>Bündnis</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 20 Aug 2010 09:01:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
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