Solidarität mit Besetzer_innen in Kroatien
Forderungen der Besetzer_innen
Seit über einem Monat sind in zahlreichen Kroatischen Städten rund 20 Fakultäten besetzt. Die Hauptforderungen der Besetzer_innen sind.
1. Eine Verordnung, durch die sich die Zuständigen verpflichten, sämtliche Studiengebühren für das akademische Jahr 2009/10 zu übernehmen.
2. Die Einleitung entsprechender Maßnahmen, zur Änderung der Gesetzeslage, durch die man die komplette staatliche Finanzierung des Hochschulwesens, auf allen Ebenen sicher stellt, aber so, dass die Gesetzesvorlage spätestens zur ersten Parlamentssitzung im Herbst vorliegt. Wir verlangen prompt die Bildung einer Arbeitsgruppe für die Ausarbeitung der Gesetzesvorlage, in die auch Abgesandte der Fakultäten mit einbezogen werden. Der Gesetzesentwurf muss allen akademischen und wissenschaftlichen Einrichtungen zur Einsicht vorgelegt werden.
Folgen von "Bologna"
Im gesamten „Bologna-Raum“ wird Studierenden durch verschulte Studienstrukturen, das Eintrichtern von modularisiertem Wissen unter marktwirtschaftlichem Diktat sowie Bildungsgebühren die Möglichkeit eines freien, selbstbestimmten Studiums und politischen Engagements genommen.
Dabei schränken die finanziellen und strukturellen Bedingungen eines solchen Studiums politische Meinungsäußerung und die einem Studium eigentlich inhärente Freiheit zur Wahl der Studieninhalte massiv ein. Dieser nicht nur an Hochschulen unhaltbare Zustand ist nicht länger hinzunehmen! Daher rufen wir dazu auf, die oben genannten Forderungen der Besetzenden in Kroatien offensiv weiterzuleiten und bekannt zu machen.


