scheinheilige Kündigung durch BEWOS
Unterstützung für Alternative Lebensgestaltung e.V.
Nachdem das Projekt Alternative Lebensgestaltung (ALGE) nunmehr seit knapp zehn Jahren Anlaufpunkt für Jugendliche der Stadt Oschersleben (Bode) und so zum festen Bestandteil des kulturell-sozialen Lebens geworden ist, kündigte die Kommunalen Wohnugsbaugesellschaft BEWOS den nach zähen Verhandlungen 2000 geschlossenen Pachtvertrag. Seither bestritt die Initiative die anfallenden Kosten (Fas, Strom...) insbesondere durch das selbst initiierte Wohnprojekt. Wie das Wohnprojekt wurden Konzerte, die Instandhaltung des Gebäudes und Grundstücks sowie der Aufbau eines Cafès, Medienprojektes und eines Proberaums erfolgte nach den D.I.Y.-Prinzip.
Nachdem vor zwei Jahren eine anstehende Räumung – auf Grund der Expansion des Kommunalen Trink-und Abwasserverband TAV – erfolgreich abgewendet werden konnte, wurde das Projekt Angriffsziel von Neonazis. Erfolgreich konnte dieser nur durch den engagierten Einsatz der Bewohner_innen abgewehrt werden. Doch die Polizei zögerte nicht lange und durchsuchte kurz darauf das Projekt auf mögliche Tatwaffen, da Neonazis bei dem durch sie selbst initiierten Angriff verletzt wurden. In diesem Zusammenhang schlug sich der amtierende Bürgermeister Dieter Klenke - auf Grund seines Amtes im Aufsichtsrat der BEWOS sitzend – auf die Seite der Neonazis, indem er den Angriff auf die Neonazis (!) als brutal bezeichnete.
Nach scheinheiligen Ausreden für eine Kündigung suchend, wurde dem Projekt insbesondere unterstellt, dass die Öfen zur Beheizung der Vereinsräume nicht angemeldet worden seinen. Durch entsprechende Schriftstücke konnte diese Unterstellung widerlegt werden. Doch die BEWOS lies nicht locker und suchte weiter nach Gründen für eine Kündigung des Pachtvertrages und wurde (ihrer Ansicht nach) fündig: das auf dem Grundstück selbstorganisierte Wohnprojekt sei der BEWOS und dem Bürgermeistern nicht bekannt gewesen. Dies kann nur als „eine schamlose Lüge“ bezeichnet werden, denn „die BEWOS [verlangte jahrelang] Bescheinigungen über Mietschuldenfreiheit für Menschen die aus der ALGE in eine eigene Wohnung ziehen wollten.“ Dem Projekt wurde zum 31.07.2010 gekündigt.
Um die Entscheidung zu stützen und Öffentlichkeit für das „Fehlverhalten“ des Vereins zu schaffen, veröffentlichte die Volksstimme einen Hetzbeitrag in der Lokalzeitung.
Zur Abwendung der anstehenden Räumung will die ALGE nun (alternative) Öffentlichkeit schaffen und ruft zur Unterstützung des Projekterhalts auf!
de.indymedia.org/2010/02/272599.shtml
www.volksstimme.de/vsm/nachrichten/lokalausgaben/oschersleben/&


